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Ein guter Start ins Leben ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

LandFrauen übergaben über 100.000 Euro, um Kindern eine Chance zu geben

Im Schloss Bellevue in Berlin übergab die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherp kürzlich einen Spendenscheck in Höhe von 100.389,87 Euro an Bettina Wulff für die Stiftung „Eine Chance für Kinder“. „Das soziale Engagement der Landfrauengemeinschaft ist überwältigend. Die Unterstützung der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ durch die Landfrauen ermöglicht viele weitere Schritte, den frühzeitigen Einsatz von Familienhebammen in Familien mit Problemlagen zu etablieren“, freute sich Bettina Wulff, die Schirmherrin der Stiftung.

Die beachtliche Summe habe Landfrauen in ganz Deutschland, auch in Hessen haben etwa die nordhessischen BezirkslandFrauenvereine im Rahmen eines Aktionstages über 1000 Euro gesammelt, im Rahmen der bundesweiten Landfrauen-Aktionstage gesammelt. „Bei unseren Aktionstagen unter dem Motto „Unterwegs zu neuen Chancen“ haben sich Landfrauen in den vergangenen Monaten bundesweit intensiv vernetzt und gemeinsam zukünftige Herausforderungen und Chancen für das Leben im ländlichen Raum diskutiert.“ berichtete Scherb anlässlich der Scheckübergabe. 500.000 Mitglieder in den LandFrauenverbänden bildeten eine starke Gemeinschaft von Frauen, die im ländlichen Raum leben und arbeiten. Frauen, „die Verantwortung übernehmen und sich für die gesellschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklungen im ländlichen Raum einsetzen“, so Scherb. Mit der Spendensammlung wollten die Landfrauen dazu beitragen, Müttern begleitende Hilfen zu ermöglichen, damit aus Anforderung nicht Überforderung wird. Jeder Euro komme von Herzen und sei Zeichen des gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins der LandFrauengemeinschaft. Bei weit über 1.000 Einzelveranstaltungen haben Landfrauen unter ihren Mitgliedern die Spenden gesammelt. Sie sind mit Spendenkassen und Informationen auf Regionalmärkten oder Messen gewesen. Die größte Summe kam von Landfrauen aus Lette, die mit dem Verkaufserlös ihrer Kochbücher 40.000 Euro beigesteuern konnten. In Hessen kam die größte Summe von den nordhessischen BezirkslandFrauenvereinen, die im Rahmen eines Aktionstages über 1000 Euro gesammelt haben. Nicht zuletzt haben die Landwirtschaftliche Rentenbank sowie die R+V-Versicherung als Förderer der Aktionstage die Spendensumme aufgerundet.

Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten stellen müsse. Dazu gehörten persönliche Anteilnahme, die klassische Nachbarschaftshilfe von Mensch zu Mensch, aber auch gesicherte institutionelle Hilfen für junge Familien, die in schwierigen Lebenssituationen steckten, betonte Scherb. Die Projektförderung, mit der im Rahmen des jetzt im Bundestag verabschiedeten Kinderschutzgesetzes das Familienhebammenmodell angeschoben werden soll, wird vom dlv begrüßt. Es bleibe aber zu hoffen, dass über den Projektförderzeitraum hinaus, langfristig Finanzmittel fest im Haushalt eingestellt werden, betont man hier.

dlv