Landfrauen auf der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen

Moderne Umgangsformen und Marketingstrategien für hessische Lebensmittel

Gut besucht war die Veranstaltung des Landfrauenverbandes Hessen bei der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen. Rund 50 Landfrauen und Gäste waren gekommen, um sich über moderne Umgangsformen und Marketingstrategien für hessische Lebensmittel zu informieren.

„Umgangsformen fördern das Miteinander!“

ist Barbara Rumpf aus dem Vorstand der Knigge-Gesellschaft für moderne Umgangsformen überzeugt. Kurzweilig und informativ schilderte sie, wozu Umgangsformen in unserer schnelllebigen Gesellschaft dienen. „Sie helfen und dienen uns als Leitfaden für den achtsamen und aufmerksamen Umgang miteinander im gesellschaftlichen wie im geschäftlichen Leben.“ Reine Umgangsformen für Frauen gebe es heute – Gott sei Dank – nicht mehr.
Umgangsformen seien stets dem Wandel unterworfen, erklärte Rumpf und zeigte an Beispielen, vor welchem historischen Hintergrund einige entstanden sind. So sei es beispielsweise in früheren Zeiten wichtig gewesen, dass sich beim Anstoßen mit gefüllten Gläsern die Glasinhalte nicht vermischten, um das Vergiften eines Mitgastes zu verhindern. Darauf könne man heute verzichten. Auch das gängige „Gesundheit“, wenn jemand niest, sei heute überflüssig. Sein Ursprung war in früherer Zeit der fromme Wunsch, „Gott bewahre mich vor deinen Viren“.
Barbara Rumpf konnte viele Fragen beantworten, u. a. im Umgang von zum Beispiel jüngeren und älteren Menschen, aber auch bei Bewerbungsgesprächen und Vorstellungen, so dass die Zuhörer jetzt mit den neusten Empfehlungen der Knigge-Gesellschaft ausgestattet sind.

Marketingstrategien für hessische Lebensmittel

„Mein Ziel ist es“, betonte Julia Kraushaar, die sich als neue Geschäftsführerin der Marketing-Gesellschaft GUTES AUS HESSEN vorstellte, „besonders bei jüngeren und jungen Verbrauchern einen höheren Bekanntheitsgrad und ein noch besseres Image für Lebensmittel aus Hessen zu erreichen.“ Wichtig sei ihr, dazu modernstes Marketing in seiner ganzen Vielfalt zu nutzen, um gezielt kurze Botschaften an Verbraucher zu senden. Hier könne man auch so genannte Influencer, Personen, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens als Träger für die Werbung und Vermarktung von Produkten geeignet sind, nutzen. Täglich empfingen Verbraucher ca. 1.700 Werbebotschaften, da gelte es herauszuragen, um beachtet zu werden. Mit einem Zitat von Albert Einstein charakterisierte Kraushaar ihre Herangehensweise: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“